Mein Weg zur Hexe

Veröffentlicht am 10. September 2026 um 13:07

Leni Zbinden aus Mund, die echte Hexe unter uns!

Anlässlich unserer ersten Häxuring Veranstaltung am 8. August 2026 hatten wir Besuch von Leni Zbinden aus Mund.  Vielen ist sie als Inhaberin des Kerzenateliers bekannt. Ihre Leidenschaft liegt aber in den magischen Ritualen, welche auch am Natischer Berg nicht ganz unbekannt sind. Hier ist ihre Geschichte.


Schon in jungen Jahren hat mich alles, was nicht greifbar war fasziniert.

Die gängigsten Kräuter und ihre Heilpraktiken im Garten hat mich meine Grossmutter gelehrt. Schon als Kind lief ich ihr immer in den Garten nach. 

Mein ältestes Tarot ist über 40 Jahre her, das ich es gekauft habe, aber richtig damit umgehen kann ich bis heute nicht 😉 Einzelne Karten ziehen reicht mir völlig. Nicht viel jünger ist mein erstes Pendel, damals war es noch wie ein Spielzeug. Heute verwende ich Tensore, damit komme ich besser zurecht und ich finde die Antworten präziser. Kurz, sie liegen mir besser in der Hand.

Die Hexenschule

Den ersten Tensor habe ich in der Hexenschule 2016 erhalten und musste/wollte lernen, damit umzugehen. Es wollte mir so gar nicht gelingen. Bis meine Oberhexe mir den Rat gab, ihn ins Bett zu nehmen und darauf zu schlafen. 2 Monate lag er unter meinem Kopfkissen, bis ich mich wieder getraute mit ihm zu arbeiten. Von da an vertraute ich ihm. Der grösste Fehler den ich vorher machte, seine Antwort zu hinterfragen und das selbe 2 x fragte . . .   Aber um das zu lernen war ich ja in der Hexenschule.

18 Monate lang lernten wir, was eine Hexe sein kann, können kann und tun kann.

Einiges interessierte mich mehr, anderem konnte ich so gar nichts abgewinnen. Für mich war einfach grün wichtig, die Kräuter, dafür war ich Feuer und Flamme. Liköre, Tinkturen, Salzmischungen, Salben, Cremes, Kosmetik, Teemischungen, Räuchern und ja, auch Rauchen, einfach alles was man mit den Kräutern machen kann. Schliesslich muss ich wissen was ich weitergebe, also probiere ich auch alles selber aus. Dazu gehören auch Fliegenpilz, Alraune, Stechapfel Hanf und vieles mehr…. Das gab es einige lustige Erlebnisse aus diesen Versüecherli.

Zaubern kann ich bis heute nicht und werde ich so auch nie können.

Magie allerdings, da habe ich einiges gelernt. Ich denke da zB.an die Raunächte… wer diese jemals praktiziert hat, diese Nächte zwischen dem 21.12. und dem 6.1. der weiss was in dieser Zeit wo die Schleier zur Anderswelt dünn sind, alles passieren kann. 

Magische Zahlen und Runenfuthark sind ein immenses Wissen und erfordern jahrelanges Lernen und sind einfach magisch

Im September 2018 erhielt ich meine Urkunde, dass ich nun eine moderne Hexe bin. Da habe ich auch meinen ersten Hexenbesen in Empfang genommen. Fliegen kann ich ihn nur in meinen Träumen, aber irgendwann wird auch meine Flugsalbe fertig sein. Und dann wird die grüne Hexe mit ihrem Besen über dem Tal fliegen und euch allen zuwinken . . .  Vielleicht verteilt sie dann auch etwas Magiestaub oder Hexenstaub

Wissensbegierig auf mehr, meldete ich mich an der Hexenschule in Wien an. Das machte mir aber keinen Spass, online, alleine im Kämmerchen…. Nee da war es in Birgisch viel lustiger zu viert mit unserer Oberhexe.

Schon nach einigen Lektionen gab ich auf… es gab auch viel dass ich schon wusste.

Esotherik ist so gar nicht meins und ich behaupte von mir nur weisse Magie zu praktizieren. Denn alles was man aussendet, nicht nur als Hexe oder Wissende kehrt zum Aussender zurück.

Im 2021 brach ich mir meinen rechten Arm, was ziemlich fatal für meine Tätigkeit im Kerzenatelier war. 6 Wochen ausser Gefecht, da sind einige Tränen geflossen. Damals noch eine flüchtige Bekannte, Isa, sprang ein, 6 Wochen fast jeden Tag an meiner Seite. Ich erklärte und sie führte aus…. Ich darf hier fast nicht erwähnen das sie dies unentgeltlich machte, da es dem Kerzenatelier während Corona nicht wirklich gut ging.

Durch sie bin ich zu den Mittelaltermärkten gekommen. Es hat mich sehr schnell gepackt, da auch mitzumachen. Es gefiel mir, für ein Wochenende einfach die Zeit zurückzudrehen und im Mittelalter unterzutauchen.

Die Suche nach Kerzen im Mittelalter

Ich machte mich auf die Suche nach Kerzen im Mittelalter. Ich habe ausser einem Kupferstich von 1699 von einem Kerzenziehwagen nichts gefunden. Der Pöbel verwendete Fackeln und die Obrigkeit Bienenwachskerzen oder Talg.

Max hat mir nach diesem Kupferstich, meine Kerzenziehanlage gemacht mit 4 Rohren -  Schwer wie Satan, braucht jedesmal 2 Männer zum ein und ausladen. Das Bienenwachs wird auf dem Feuer erwärmt und dann in die Röhren gegossen. Sobald es zu kalt ist muss wieder alles aufgewärmt werden. Damit mache ich an den Mittelaltermärkten eine Handwerker Show am Stand, wie im Mittelalter Kerzen entstanden sind. Ich merkte sehr schnell, dass ich Räucherkräuter brauche … und so nahm das Ganze seinen Lauf. 

Heute sind mehr Kräuter am Stand als Kerzen

Jedermann und Frau und Kind kann sich bei mir am Stand seine eigene Räuchermischung herstellen lassen.

Es werden intuitiv 7 Kräuter ausgewählt, diese pendle ich aus, ob die Mischung stimmt und für diese Person geeignet ist. Dann verwende ich den Körperpendel um herauszufinden, wieviel vom jeweiligen Kraut es braucht. Wenn alles gemischt und gemörsert ist, wird’s verpackt und mit vielen guten Wünschen an die Person abgegeben.

Die Rückmeldungen sind wunderschön und ich freue mich immer wenn ich solche erhalte. Wunderschönes ergibt sich immer wenn Kinder auswählen. Diese sind meist sehr blumig. Nach 3 Tagen Mittelaltermarkt rieche ich selber wie ein Räucherstäbchen, aber ich liebe es. Mittlerweile gibt es Kräutersalze in verschiedensten Geschmacksrichtungen, Tee’s , Teemischungen und vieles mehr.

Es lohnt sich immer, bei uns hereinzuschauen, unser Marktstand ist etwas spezieller und die Gäste lieben es, weil es einfach mich zeigt. Gekocht wird traditionell auf dem Feuer, wenn es möglich und erlaubt ist. 

Es ist mir eine Ehre, im Hexenring aufgenommen zu sein und ich freue mich sehr auf zukünftige Erlebnisse.

Eure Leni aus Mund

 

Leni Zbinden aus Mund


Kerzenziehanlage by Max Schnidrig


Mehr als 7 Kräuter


Der Tensor besteht aus Edelstahl regenbogenfarbig mit einer Blume des Lebens.